22. Mai 2026
Verletzende Kommentare: Warum sie uns so tief treffen und wie du lernst, dich abzugrenzen
Hi, kennst du das?
Dieses fiese Gefühl.
Diesen Stich im Herzen, wenn dich etwas so sehr verletzt, dass du denkst, dein Herz zerspringt gerade?
Dafür braucht es oft gar keine großen Liebesdramen.
Manchmal reicht schon ein gemeiner Kommentar, ein respektloser Ton oder ein verletzendes Verhalten.
Und oft kommt es nicht einmal von Menschen, die uns besonders nahestehen.
Im ersten Moment entsteht Stress im Körper.
Wir funktionieren irgendwie weiter, versuchen uns nichts anmerken zu lassen und sind manchmal schon froh, nicht direkt anfangen zu müssen zu weinen.
Doch danach beginnt etwas anderes:
Das Gedankenkarussell.
Die Gedanken kreisen beim Einschlafen.
Beim Aufwachen.
Immer dann, wenn eigentlich Ruhe einkehren sollte.
Warum trifft mich das so?
Was habe ich falsch gemacht?
Bin ich zu empfindlich?
Und fast automatisch beginnen wir, den Fehler bei uns zu suchen. Und dann?
Selbstzweifel klopfen an.
Und je länger wir darüber nachdenken, desto fester hängen wir innerlich in dieser Situation fest.
Während wir noch grübeln und innerlich verletzt sind, hat die andere Person die Situation oft längst vergessen. Genau deshalb fühlen sich emotionale Verletzungen manchmal so unfair an.
„Ich bin halt einfach so.“
„Ich sag eben ehrlich meine Meinung.“
Sätze, die verletzende Menschen oft sagen.
Doch lass uns einmal anschauen, was in solchen Momenten wirklich tief in uns passiert. Denn wenn wir das verstehen, können wir beginnen, diese Schleife zu durchbrechen und emotionale Verletzungen besser zu verarbeiten.
Warum uns emotionale Verletzungen so tief treffen
Wir alle haben Bedürfnisse.
Eines der stärksten menschlichen Bedürfnisse ist das Bedürfnis nach Anerkennung, Zugehörigkeit und Sicherheit.
Schon früh lernen viele von uns:
Wenn wir brav sind, fleißig sind, funktionieren und uns anpassen, dann bekommen wir Lob, Liebe oder Harmonie.
Vielleicht kennst du das noch aus der Schule:
Für Leistung gab es Anerkennung. (Erinnerst du dich an die Fleißbildchen..lach) Für Anpassung gab es Sicherheit.
Und genau daraus entsteht oft ein tiefes Muster:
Wir tun und tun und tun, um uns „gut genug“ zu fühlen.
Gleichzeitig vermeiden viele sensible Menschen Konflikte, weil Harmonie sich sicherer anfühlt.
Doch genau hier beginnt häufig das Problem.
Wenn wir unseren Wert davon abhängig machen, wie andere auf uns reagieren, verlieren wir irgendwann den Kontakt zu uns selbst.
Wir machen uns kleiner.
Zweifeln an unseren Stärken.
Trauen uns immer weniger, für uns einzustehen.
Viele sensible Menschen haben nie gelernt, dass sie nicht alles aushalten müssen, um liebenswert zu sein.
Wie Selbstzweifel und Anpassung entstehen
Menschen mit einem großen Harmoniebedürfnis spüren Spannungen oft besonders intensiv.
Deshalb passen sie sich häufig an, schlucken Dinge herunter und versuchen, es allen recht zu machen.
Doch je mehr wir unsere eigenen Grenzen übergehen, desto unsicherer werden wir innerlich.
Und genau das spüren manche Menschen leider sofort.
Die Lauten und Groben werden oft noch lauter, wenn ihnen niemand Grenzen setzt. Nicht weil mit dir etwas falsch ist — sondern weil fehlende Abgrenzung anderen unbewusst Raum gibt, darüberzugehen.
Das bedeutet nicht, dass du hart oder kalt werden musst.
Aber du darfst lernen, dich selbst ernst zu nehmen.
Warum Grenzen setzen so wichtig für dein Nervensystem ist
Du kannst andere Menschen nicht verändern.
Aber du kannst verändern, wie du dir selbst begegnest.
Und manchmal beginnt genau dort echte innere Stärke.
Richte dich wieder auf.
Wirklich.
Ich meine das ganz körperlich.
Stell beide Füße fest auf den Boden.
Zieh die Schultern leicht zurück.
Heb den Kopf ein kleines Stück an.
Wie eine Königin.
Nimm deinen Raum ein.
Denn unser Körper beeinflusst unser emotionales Erleben viel stärker, als wir oft denken. Manchmal darf zuerst die Haltung kommen — und das Gefühl folgt langsam nach.
Gerade für sensible Menschen ist es wichtig, das Nervensystem immer wieder zu regulieren und Sicherheit im eigenen Körper aufzubauen.
Unterstützend können auch ätherische Öle wunderbar begleiten. Besonders gerne nutze ich:
- doTERRA Passion
- doTERRA Motivate
- doTERRA Adaptiv
- doTERRA Forgive
Zum Beispiel als natürlichen Parfumersatz — für einen wunderbaren Duft und gleichzeitig emotionale Unterstützung im Alltag.
Und ganz wichtig:
Halte deinen Raum.
Nicht aggressiv.
Nicht abweisend.
Sondern gesund.
Abgrenzung bedeutet nicht, andere wegzustoßen.
Abgrenzung bedeutet, dich selbst nicht länger zu verlassen.
Abgrenzung bedeutet gesund in Verbindung zu gehen!
So findest du zurück in deine innere Stärke
Trau dich, diesen Weg zu gehen.
Trau dich, mehr für dich einzustehen.
Du wirst merken, wie befreiend es sich anfühlt, wenn verletzende Kommentare oder respektloses Verhalten nicht mehr diese tiefen Wunden in dir auslösen.
Wenn du wahrnehmen kannst:
„Okay. Dafür stehe ich nicht mehr zur Verfügung.“
Und vielleicht bringen wir gemeinsam wieder ein bisschen mehr Licht in diese Welt.
Denn ein liebevolles Wort, ein ehrliches Lächeln und ein wertschätzendes Gespräch kosten nichts — und können gleichzeitig unglaublich heilsam sein. Und der schöne Nebeneffekt ist, dass um so mehr diese Gesten, Worte und Gespräche zu dir zurückkommen. Probier es gerne aus. Ich weiß, dass es funktioniert ;-)
Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe.
Eva
Wenn du dir Unterstützung wünschst beim Thema Selbstwert, Grenzen setzen und emotionale Stabilität, dann kannst du dir gerne ein 1:1 mit mir buchen. Gerade das Thema gesunde Abgrenzung liegt mir sehr am Herzen. Du möchtest dich mit ätherischen Ölen unterstützen? Dann melde dich auch hierzu gerne bei mir.
