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Aus dem Hamsterrad rauskommen: Wie du wieder selbst bestimmst, wohin du läufst

Wie komme ich aus meinem Hamsterrad?
Diese Frage wurde mir gestellt – und ich fand sie so gut, dass daraus direkt eine neue Podcastfolge entstanden ist.

Denn vielleicht kennst du dieses Gefühl auch: Der Tag ist voll mit To-dos, Terminen, Erwartungen und Dingen, die irgendwie noch erledigt werden müssen. Du machst und tust – und trotzdem hast du am Ende des Tages nicht unbedingt das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben.

Du läufst.

Und läufst.

Und läufst.

Und irgendwann fragst du dich: Wann habe ich eigentlich angefangen, nur noch zu funktionieren?

Dabei ist das Interessante: Oft wird unser Hamsterrad gar nicht ausschließlich von außen angetrieben. Wir selbst halten es am Laufen.

Die gute Nachricht ist deshalb: Du kannst auch selbst anfangen, etwas zu verändern.

Nicht mit einem radikalen „Ab morgen wird alles anders“, sondern mit kleinen Entscheidungen im Alltag.

1. Steck einen Stock ins Hamsterrad

Mein erster Tipp ist ganz simpel: Stopp.

Stell dir vor, du steckst einen kleinen Stock – bei uns würde man vielleicht einfach „Steckerl“ sagen – in dein Hamsterrad und bringst es damit erst einmal zum Stehen.

Denn solange sich das Rad dreht, rennst du mit.

Der erste Schritt besteht deshalb überhaupt darin, zu erkennen:

Ich bin gerade in meinem Hamsterrad.

Das klingt banal, ist es aber nicht.

Denn dieses Erkennen schafft bereits einen kleinen Abstand zu dem, was gerade passiert. Du bist nicht mehr nur mitten im Tun, sondern bemerkst: Moment. Was mache ich hier eigentlich gerade?

Vielleicht brauchst du keine neue Zeitmanagement-Methode.

Vielleicht brauchst du zunächst einfach einen Moment, in dem du aufhörst zu rennen.

2. Achtsamkeit muss keine zwei Stunden Meditation sein

Achtsamkeit wird manchmal so dargestellt, als müssten wir dafür täglich lange meditieren, Räucherstäbchen anzünden und unser halbes Leben umorganisieren.

Ganz ehrlich: Dafür habe ich im normalen Alltag auch keine Lust.

Achtsamkeit kann viel kleiner sein.

Du sitzt beim Essen und isst.

Nicht gleichzeitig Mails lesen, Nachrichten beantworten und überlegen, was danach noch alles ansteht.

Du sprichst mit einem Menschen und bist wirklich bei diesem Menschen.

Du gehst spazieren und bemerkst, was um dich herum passiert.

Und vor allem: Du nimmst wahr, wie es dir gerade geht.

Denn genau da liegt ein wichtiger Schlüssel.

Vielleicht bist du in einem Gespräch und merkst irgendwann:

Jetzt wird es mir zu viel.

Oder:

Ich brauche gerade eine Pause.

Oder:

Ich muss kurz raus.

Vielleicht brauchst du frische Luft, etwas zu trinken, einen anderen Raum oder einfach ein paar Minuten Ruhe.

Diese kleinen Check-ins sind keine Nebensache. Sie helfen dir, deine eigenen Bedürfnisse überhaupt wieder wahrzunehmen.

Eine Frage, die du dir zwischendurch stellen kannst, lautet:

Was brauche ich gerade?

Nicht morgen.
Nicht heute Abend.
Nicht nach dem nächsten Termin.

Jetzt.

Und auch deine To-dos dürfen dadurch kleiner werden.

Nicht:

„Oh Gott, meine ganze Woche ist voll!“

Sondern:

„Jetzt ist jetzt. Ich mache das eine – und danach kommt das nächste.“

Step by step.

In der Ruhe bleiben.
Achtsam bleiben.
Im Moment bleiben.

3. Plane Zeit für dich ein – bevor sie wieder weg ist

Wenn dein Kalender voll ist, passiert etwas ziemlich Gemeines:

Für alles andere findest du einen Platz – nur für dich nicht.

Deshalb darfst du deine eigene Zeit genauso verbindlich eintragen wie jeden anderen Termin.

Das nennt sich Timeboxing.

Du könntest zum Beispiel bereits am Anfang der Woche einen Zeitraum für dich blocken:

Montag, 17 bis 18 Uhr: Meine Zeit.

Und diese Stunde ist dann tatsächlich vergeben.

Wenn später ein anderer Termin dazukommt, wird nicht automatisch deine freie Zeit geopfert. Du planst außen herum.

Und was du in dieser Stunde machst?

Das musst du nicht vorher festlegen.

Vielleicht möchtest du dich hinlegen und ein Buch lesen.

Vielleicht möchtest du rausgehen und dich bewegen.

Vielleicht möchtest du dich mit einem lieben Menschen treffen.

Vielleicht möchtest du einfach gar nichts.

Genau darum geht es.

Diese Zeit ist nicht dafür da, dass du dich noch besser organisierst oder noch mehr aus dir herausholst.

Sie ist dafür da, dass du dich fragst:

Was tut mir gut?

Was nährt mich?

Womit gehe ich mit mehr Energie wieder raus?

Das ist für mich echte Me-Time.

Und auch eine Morgenroutine darf ganz einfach sein

Ich mag Morgenroutinen sehr – aber bitte ohne die zehn Punkte, die man angeblich alle erledigen muss, bevor der Tag überhaupt angefangen hat.

Du entscheidest, was dir guttut.

Vielleicht sitzt du morgens einfach mit deinem Kaffee da und genießt ein paar Minuten Ruhe.

Vielleicht gehst du spazieren.

Vielleicht bewegst du dich.

Ich gehe zum Beispiel morgens gerne eine Runde für mich spazieren. Und weil es im Herbst wieder früher dunkel wird, habe ich für mich inzwischen auch das Seilspringen entdeckt.

Mir tut es gut, morgens schon meinen Körper in Bewegung zu bringen und ein bisschen ins Schwitzen zu kommen.

Aber das ist meine Morgenroutine.

Und genau das ist der Punkt.

Du musst nicht schauen, was irgendeine andere Person morgens macht und daraus eine neue Pflicht für dich bauen.

Frag dich lieber:

Was tut mir gut und lässt sich wirklich in meinen Alltag integrieren?

Wenn es für dich funktioniert, ist es richtig.

4. Die vielleicht wichtigste Frage: Warum rennst du überhaupt?

Jetzt wird es interessant.

Denn wenn du wirklich aus deinem Hamsterrad rauskommen möchtest, lohnt sich ein Blick darauf, warum du überhaupt darin rennst.

Was ist dein Antrieb?

Was bedeutet dieses Hamsterrad für dich?

Vielleicht definierst du dich darüber.

Vielleicht gibt es dir Sicherheit.

Vielleicht bekommst du darüber Anerkennung.

Vielleicht möchtest du etwas für deine Familie aufrechterhalten.

Vielleicht hast du einen starken Wunsch, etwas aufzubauen oder weiterzuführen.

Und vielleicht ist dieser Grund sogar richtig gut.

Aber ein gutes „Warum“ bedeutet nicht automatisch, dass du dich dafür selbst aufreiben musst.

Nehmen wir an, du möchtest für deine Familie etwas aufbauen oder erhalten.

Das ist ein schöner Gedanke.

Aber wenn du deshalb irgendwann selbst völlig erschöpft bist und zu Hause nur noch schlechte Laune hast, ist damit deiner Familie auch nicht geholfen.

Dann darfst du dich fragen:

Gibt es vielleicht einen anderen Weg?

Nicht unbedingt ein anderes Ziel.

Aber vielleicht eine andere Art, dorthin zu kommen.

Und wo willst du eigentlich hin?

Eine weitere Frage wird meiner Meinung nach häufig übersehen:

Wo willst du überhaupt hin?

Viele Menschen wollen „erfolgreich“ sein.

Aber was bedeutet Erfolg eigentlich für dich?

Wann bist du erfolgreich?

Vielleicht stellst du fest, dass du gar nicht unbedingt immer mehr erreichen möchtest.

Vielleicht möchtest du eigentlich eine gute Balance zwischen Familie, Freunden und Beruf.

Vielleicht möchtest du Zeit haben.

Gesund sein.

Freude an dem haben, was du tust.

Abends nicht völlig leer nach Hause kommen.

Und dann lohnt sich ein ehrlicher Blick auf dein Leben:

Bin ich vielleicht schon viel näher an meinem Ziel, als ich denke?

Vielleicht musst du gar nicht noch schneller laufen.

Vielleicht ist das, was du erreichen wolltest, längst da.

Nur dein Kopf hat noch nicht mitbekommen, dass das Rennen eigentlich vorbei ist.

Aus dem Hamsterrad auszusteigen bedeutet nicht unbedingt, alles hinzuschmeißen

Das ist mir an diesem Thema besonders wichtig.

Aus dem Hamsterrad auszusteigen bedeutet nicht automatisch, den Job zu kündigen, das Unternehmen aufzugeben oder sein komplettes Leben umzukrempeln.

Manchmal verändert sich zunächst nur deine Art, wie du an die Dinge herangehst.

Du entscheidest anders.

Du setzt andere Prioritäten.

Du planst anders.

Du nimmst deine Bedürfnisse wieder wahr.

Du machst nicht mehr alles, nur weil „man das eben so macht“.

Und du hörst vielleicht auf, dich mit anderen zu vergleichen.

Denn was für die eine Person funktioniert, muss für dich noch lange nicht richtig sein.

Du bist nicht dafür gemacht, das Leben eines anderen Menschen zu kopieren.

Du darfst deinen eigenen Weg finden.

Leidenschaft darf sich leicht anfühlen

Und auch das finde ich einen wichtigen Gedanken:

Selbst eine Leidenschaft kann irgendwann zum Hamsterrad werden.

Etwas, das wir eigentlich lieben, kann durch ständigen Druck, Erwartungen und das Gefühl, immer noch mehr leisten zu müssen, plötzlich schwer werden.

Dabei darf Leidenschaft auch Freude machen.

Du darfst einen Plan haben.

Eine Vision.

Eine Mission.

Ein Ziel.

Und trotzdem musst du dich dafür nicht kaputtmachen.

Die Frage ist nicht unbedingt:

„Wie schaffe ich noch mehr?“

Vielleicht ist die bessere Frage:

„Wie kann ich das, was mir wichtig ist, auf eine Art tun, die auch für mich gesund ist?“

Das ist ein ziemlich großer Unterschied.

Kleine Entscheidungen statt großer Lebensumsturz

Vielleicht ist genau das der Ausstieg aus dem Hamsterrad:

Nicht die eine riesige Entscheidung.

Sondern viele kleine Entscheidungen.

Heute eine Pause machen.

Heute wirklich essen, statt nebenbei noch fünf Dinge zu erledigen.

Heute den Termin im Kalender einhalten, den du dir selbst gegeben hast.

Heute früher merken, dass deine Energie gerade weniger wird.

Heute nicht noch „schnell“ etwas dazwischenquetschen.

Heute bewusst entscheiden, was wirklich wichtig ist.

Und vielleicht morgen wieder.

Denn du kannst jeden Tag neu entscheiden, wie du deinen Alltag gestalten möchtest.

Du musst nicht alles verändern.

Aber du darfst anfangen, wieder selbst am Steuer zu sitzen.

Und was können ätherische Öle damit zu tun haben?

Natürlich können auch ätherische Öle schöne Begleiter für solche kleinen Momente sein.

Zum Beispiel kann eine Morgenroutine mit einem Öl wie Balance für dich zu einem bewussten Start in den Tag werden.

Oder du nutzt tagsüber Zitrusöle im Diffuser – nicht mit dem Gedanken, damit noch fitter zu werden und noch mehr leisten zu können.

Sondern genau andersherum:

um wieder bei dir anzukommen.

Um einen kleinen Moment innezuhalten.

Um dich daran zu erinnern:

Ich muss nicht ständig mehr leisten.

Ich darf auch einfach mal bei mir sein.

Bei der Grapefruit muss ich dabei immer an diesen Gedanken denken:

Du bist einzigartig. Also mach die Dinge auch auf deine eigene Art.

Und vielleicht ist genau das ein wichtiger Teil davon, aus dem Hamsterrad auszusteigen.

Nicht mehr zu versuchen, alles so zu machen wie jemand anderes.

Sondern herauszufinden:

Was passt eigentlich zu mir?

Denn wenn wir wieder bei uns ankommen und die Dinge so gestalten, wie sie uns entsprechen, wird vieles leichter.

Und vielleicht ist das am Ende sogar das eigentliche Ziel:

Nicht weniger zu leben.

Nicht weniger zu wollen.

Nicht weniger zu erreichen.

Sondern auf eine Art zu leben, die sich auch nach deinem Leben anfühlt.

Alles Liebe

Eva

Du möchtest lieber zuhören?

In meiner neuen Podcastfolge „Wie komme ich aus meinem Hamsterrad?“ nehme ich dich noch einmal ganz persönlich mit durch diese Gedanken und meine vier Impulse.

Und wenn dir die Folge gefällt, hör gerne auch in meine anderen Podcastfolgen von „Ausgeglichen. Kraftvoll. Entspannt.“ hinein.

Dort geht es immer wieder um Themen, die uns im Alltag beschäftigen: Stress, Resilienz, Selbstfürsorge, Achtsamkeit, persönliche Entwicklung und die Frage, wie wir unser Leben so gestalten können, dass wir uns darin auch wirklich wohlfühlen.

Danke für dein Ohr – und bis zur nächsten Folge.

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