Loslassen lernen: Resilienz in schweren Zeiten
Mein Vater ist gestorben. Er war zuletzt schwer dement.
Ich schreibe das hier ganz bewusst, weil Loslassen für mich gerade nicht nur ein Thema für meine Klientinnen ist, sondern mein eigener Alltag. Und ich weiß: Loslassen ist nicht einfach. Es beinhaltet viele Gefühle. Und selbst nach dem Abschied ist es nicht einfach „gut".
Vielleicht kennst du das auch – aus einem Abschied, einer Trennung, einer Veränderung, die du nicht aufhalten konntest. Und weißt du was? Auch das darf so sein.
Was mir in diesem Prozess hilft, sind drei Dinge, die meines Erachtens eine zentrale Rolle spielen.
1: Dankbarkeit als Trost
Ich richte meinen Blick bewusst darauf, wofür ich dankbar bin. Nicht um das Schwere kleinzureden, sondern weil genau das Trost pur sein kann.
Dankbarkeit verändert nicht, was passiert ist. Aber sie verändert, wie ich darauf schaue.
2: Akzeptanz und Lösungsorientierung
Zwei der Resilienzfaktoren, mit denen ich seit Jahren arbeite, tragen mich gerade selbst: Akzeptanz und Lösungsorientierung.
Akzeptanz heißt für mich nicht, dass alles gut ist. Sondern dass ich anerkenne, was ist – und mich frage, was jetzt das Beste für alle Beteiligten ist. Die Frage "was ist jetzt die gute Lösung?" macht den Weg oft ein Stück leichter, auch wenn er schwer bleibt. Aber wir richten uns gedanklich weg vom Problem hin zur Lösung und das ist sehr effektiv.
3: Soziale Kontakte als Halt
Der dritte Faktor, der mich gerade trägt: Menschen um mich herum, die zuhören, da sind, mit aushalten.
Wir müssen solche Prozesse nicht allein bewältigen. Soziale Kontakte sind einer der wichtigsten Resilienzfaktoren – gerade dann, wenn vieles wackelt.
Loslassen braucht Raum
Manchmal halten wir fest – an Situationen, an Menschen, an Versionen von uns selbst, die es nicht mehr gibt. Das kostet Kraft, oft ohne dass wir es merken.
Loslassen heißt nicht, dass das, was war, unwichtig war. Es heißt, dass wir Raum schaffen für das, was kommen möchte – auch wenn wir in diesem Moment noch nicht wissen, was das ist.
Klopf mal locker in der Mitte deiner Brust und sprich folgende Sätze:
Ich lasse los, was nicht mehr zu mir gehört – mit Dankbarkeit.
Ich schaffe Raum für Neues – ich bin bereit.
Ich vertraue dem Leben. Es darf leicht sein.
Wenn du gerade selbst loslassen musst
Genau um dieses Thema geht es auch in meinem September-Klopfimpuls und in der **Gruppenbalance** am 17.09.2026 ab 19:00 Uhr per Zoom. Gemeinsam schauen wir kinesiologisch, was du gerade loslassen darfst – und wie du dabei in deiner Kraft bleibst.
**Mehr Informationen findest du auf meiner Homepage unter "weitere Angebote - Gruppenbalance**
Oder schreib mir einfach eine Mail zur Terminvereinbarung.
Ich freue mich auf dich.
Alles Liebe
Eva
